BILDWELT
Unsere Bildwelt ist authentisch, präzise und atmosphärisch. Sie zeigt die Welt der Bahn so, wie sie erlebt wird – mit echten Menschen, realen Situationen und der Infrastruktur als selbstverständlichem Teil ihres Alltags. Dabei beobachten wir nicht nur, sondern komponieren bewusst: Licht, Perspektive, Bewegung und grafische Strukturen geben jedem Motiv eine klare visuelle Haltung. Gerade in einer Zeit, in der künstlich erzeugte und überinszenierte Bildwelten zunehmend unseren Alltag prägen, setzen wir bewusst auf Glaubwürdigkeit und Nähe zur Realität. So entsteht eine eigenständige Ästhetik, die klar gestaltet ist, ohne konstruiert zu wirken – und sich damit bewusst von austauschbaren, künstlich anmutenden Bildwelten abhebt.
Fotografische Gestaltung
Unser Bildstil entsteht nicht erst in der Postproduktion. Viele seiner wichtigsten Merkmale werden bereits beim Fotografieren bestimmt – durch Perspektive, Komposition, Nähe, Distanz, Ausschnitt und den bewussten Umgang mit der Umgebung.
Die Bildbearbeitung unterstützt diese Entscheidungen anschließend, sie ersetzt sie jedoch nicht. Ziel ist es, den Look möglichst stark aus der realen Situation heraus zu entwickeln.
PerspektiveUngewöhnliche, aber glaubwürdige Blickwinkel nutzen
KompositionLinien, Flächen, Geometrien und Freiräume bewusst einsetzen
Nähe & DistanzZwischen Details und großen räumlichen Zusammenhängen wechseln
AusschnittMotive klar reduzieren und visuelle Unruhe vermeiden
MaßstabMenschen bewusst im Verhältnis zu Architektur, Technik und Infrastruktur zeigen
DetailsStrukturen, Materialien und unerwartete ästhetische Momente entdecken
Bilder im Kontext
Die Bildwelt folgt einer gemeinsamen visuellen Haltung – unabhängig davon, wo und wofür ein Bild eingesetzt wird. Gleichzeitig stellen unterschiedliche Kommunikationsaufgaben unterschiedliche Anforderungen an Fotografie, Inszenierung und Informationsgehalt.
ImageStärker atmosphärisch und komponiert
KampagneKlare kommunikative Idee
Presse / InformationGlaubwürdig, eindeutig und flexibel
Flexibilität im Ausdruck
Die Bildwelt ist kein starrer Look, sondern eine gemeinsame fotografische Haltung mit unterschiedlichen Ausprägungen. Je nach Botschaft, Medium und Kontext kann sie präziser und kontrollierter oder direkter und ungeschönter sein – ohne ihren charakteristischen Blick zu verlieren.
Licht und Farbe
Natürliches, gerichtetes Licht gibt den Motiven Tiefe, schafft klare Kontraste und macht Strukturen sichtbar. Statt gleichmäßig auszuleuchten, nutzen wir Licht bewusst als gestalterisches Element – mit markanten Lichtkanten, präzisen Schatten und einem lebendigen Wechsel zwischen hellen und dunklen Bereichen.Die Farbwelt bleibt natürlich, klar und differenziert. Leicht kühle Grundtöne in Architektur, Stahl, Glas oder Himmel bilden eine ruhige Basis. Wärmere Sonnenlicht-Akzente setzen dazu gezielte Kontraste und verleihen den Bildern Lebendigkeit. Signalfarben wie DB Rot oder Sicherheitsorange dürfen präsent sein, werden jedoch kontrolliert eingesetzt und nicht künstlich verstärkt.
Don’t
Keine cineastische Inszenierung durch extremes Gegenlicht, künstliche Streiflichter oder überdramatische Lichtstimmungen. Wir fotografieren mit dem Licht, nicht gegen das Licht. Das vorhandene, gerichtete Licht soll das Motiv formen, Strukturen hervorheben und durch natürliche Kontraste Tiefe schaffen.
Bildbearbeitung
Die Bildbearbeitung präzisiert den fotografischen Look und arbeitet Licht, Kontrast und Farbe gezielt heraus, um Tiefe, Klarheit und eine konsistente Bildwirkung zu schaffen. Die natürliche Situation und Materialität des Motivs bleiben dabei immer erhalten.
Farbstimmung
Do
- klare, natürliche Farbigkeit
- natürliches, gerichtetes Licht
- klare Lichtkanten
- markante, grafische Schatten
- stärkere räumliche Tiefe
- Zeichnung in Licht und Schatten erhalten
- neutrale Schatten und Weißtöne
- keine Bild-Effekte nutzen
Don’t
- keine Sepia- oder Warmfilter-Anmutung
- keine künstliche HDR-Anmutung
- keine übertriebene Sättigung oder Schärfung
Details und Strukturen
Wir suchen das Besondere auch dort, wo man es nicht sofort erwartet. Kleine Details, Materialien, Strukturen und funktionale Orte werden durch einen bewussten Blick zu starken, großflächigen Motiven. So entdecken wir Schönheit in Infrastruktur, Technik und Baustellen und übersetzen sie in eine präzise, editoriale Bildsprache.
Bilder für die interne Kommunikation
Die neue Bildsprache gibt in erster Linie den Rahmen für Kampagnen-, Image- und Markenbilder vor. In der internen Kommunikation entstehen viele Bilder dagegen spontan und direkt vor Ort – häufig mit dem Smartphone und ohne professionelle fotografische Begleitung. Hier steht weniger die konsequente Umsetzung des stilistischen Looks als vielmehr ein authentischer, relevanter und klar vermittelter Inhalt im Vordergrund. Deshalb übersetzen wir die Grundprinzipien unserer Bildwelt für diese Anwendung in wenige, einfach anwendbare Regeln. Sie geben Orientierung für Motivwahl und Bildaufbau und helfen dabei, auch im Arbeitsalltag klare, glaubwürdige und gut nutzbare Bilder zu erstellen.
Die fünf wichtigsten Punkte
Die wichtigsten Motive
Look & Feel
Natürliches, gerichtetes Licht schafft markante Lichtkanten, Schatten und Kontraste und verleiht den Bildern Tiefe und Spannung. Die Farbigkeit bleibt realistisch und neutral, während klare Flächen, Linien und ungewöhnliche Perspektiven eine moderne, hochwertige Bildsprache erzeugen.
Die Farbstimmung soll natürlich, neutral und hochwertig bleiben.
Keine übermäßig warme oder gelbe Farbstimmung.
Mit dem Licht fotografieren und gerichtetes Licht nutzen, um das Motiv klar zu formen und natürliche Tiefe zu erzeugen.
Kein extremes Gegenlicht oder cineastische Lichtinszenierung, bei der Effekte und Lichtstimmung das eigentliche Motiv überlagern.
Schatten sollen gestalten, aber Augen, Ausdruck und Mimik nicht verdecken.
Keine zufälligen Schatten im Gesicht oder große Schatten, die keinen Fokus setzen.
Authentische Momente und natürliche Interaktionen zeigen.
Keine gestellten Posen und künstlichen Szenen. Keine übertrieben fröhlichen, werblichen oder offensichtlich inszenierten Interaktionen.
Authentische Menschen und echte Arbeitssituationen zeigen. Individuelle Persönlichkeiten, konkrete Tätigkeiten und glaubwürdige Momente machen die Menschen hinter der Leistung sichtbar.
Keine generischen Bauarbeiter- oder Stockfoto-Ästhetiken. Menschen nicht austauschbar, künstlich oder werblich inszenieren.
Realistische Darstellungen, glaubwürdige Perspektiven und natürliche Lichtstimmungen einsetzen. Dynamik entsteht durch authentische Bewegung und den echten Moment.
Keine überzeichneten Renderings, unrealistischen Perspektiven, künstlichen Lichtstimmungen oder übertriebenen Geschwindigkeitseffekte.